Sensei Andi Leffler

Mein Kampfsportwerdegang begann 1988. Bis 1998 trainierte ich in der Folge Ninjutsu und Kung-Fu, Jet Kunde-Do und Taekwon-Do. Zum damaligen Zeitpunkt  hatte ich den 2. Dan Ninjutsu erlangt, einen „Sifu“ Titel in Kung-Fu und 4 Weltmeisterschaftseinladungen, um in den USA bei der National Black Belt Legeau für Deutschland zu kämpfen. Zur „Verbesserung“ meiner Fähigkeiten war mir damals ein Muay Thai Trainer in Denver/Colorado empfohlen worden und so begann ich mit dem Muay Thai Training bei einem gewissen James Tigrett, der außer mir noch einen wesentlich bekannteren Schüler hervor gebracht hatte, das wusste man nur damals noch nicht, nämlich Duane Ludwig, der bis heute als einer der besten Striker in der UFC Geschichte gilt und lange Zeit auch den „fastest Knock-out in der UFC History“ für sich in Anspruch nehmen konnte. Eben jener James Tigrett zeigte mir auf, dass meine Ninjutsufähigkeiten nicht einmal ansatzweise für einen ernsthaften Kampf taugten und mein Kung-Fu Sifu Titel bestenfalls das Blatt Papier auf dem er geschrieben wurde wert war, denn es war alles mehr oder weniger eine krude Mischung, aus dem was sich Lehrer und Schüler in den 80er und 90ern oft als Kung-Fu und Ninjutsu vorgestellt hatten.

 

Mit diesem neuen Wissen eröffnete ich 1999 meinen ersten eigenen Verein, intensivierte und änderte mein persönliches Training und veröffentlichte auch meine erstes Buch über das Thema Kampfkunst. Meine Ansichten über die Kampfkünste änderten sich, wie man sich vorstellen kann, nach diesen Erlebnisse erheblich. Seit dem habe ich viele Länder bereist, an Veranstaltungen teilgenommen, Veranstaltungen ausgerichtet und mehr als ein Dutzend Bücher zum Thema veröffentlicht. Ich trage insgesamt 14 Dan Gradierungen in 3 Ninjutsu Stilen, hatte das Glück mit vielen Großmeistern aus dem Kung-Fu, Ninjutsu und anderen Bereichen trainieren zu dürfen. Dazu zählen u.a. Bo Munthe, der erste Europäer, der in Japan einen Ninjutsu Shodan erhalten hatte und der mir netterweise erlaubte meinen eigenen Stil nach seinem Stil „Goshido“ zu nennen, der aus Bloodsport bekannte Frank Dux, der mir erlaubt hatte sein Dux Fasst zu unterrichten und der „King of Combat“ Robert Bussey, der mich in seine eigene Black Belt Gruppe aufgenommen hatte. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen wie z.B. „Amabassador of Martial Arts“ waren vermutlich die logische Folge.

 

Zwischendurch habe ich etwa 5 Jahre historischen Schwertkampf und andere europäische Kampfarten für mich entdeckt. Das führte zu einem verstärkten Interesse an dem Thema „Film- und Bühnenchoreographie“. Nach unserer eigenen DVD Produktion „Die Tempelherren“ (DVD) folgten mehrere kleine Projekte, Auftritte in Galileo bei Pro 7, Kampfchoreo Entwicklung für Mittelalterfeste und Shows sowie die Zusammenarbeit mit Schauspielern im In- und Ausland. Als Höhepunkt war ich als Deutschland Martial Arts Experte für die Promotion von „Transporter 3“ tätig und habe gerade ein Engagement von Maxdome als Martial-Arts und Filmexperte bekommen.

 

Heute weiß ich, dass ich weniger kann als ich 1998 dachte und trainiere daher nicht nur meine eigenen Schüler sondern nehme auch immer noch regelmäßig an Veranstaltungen und Trainingslagern als Lehrer aber auch als Schüler teil. Mein wichtigstes Projekt derzeit im Kampfkunstbereich ist das „Warrior Magazin“, welches von uns einmal jährlich in gedruckter Form heraus gegeben wird und die damit zusammen hängende Warrior Magazin Hall of Fame, die jährlich einmal an verschiedenen Orten Deutschlands statt findet.

Webseiten: www.almv.org www.warrior-magazin.de